Prüfen Sie die wichtigsten Funktionen und Bauteile Ihres Rades in regelmäßigen Abständen, aber immer vor längeren Touren sowie vor und nach langen Pausen (z.B. Winter).
Wir übernehmen diese Arbeiten natürlich auch gerne für Sie.
Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Werkstatt-Termin.
Wir möchten Ihnen mit dieser Checkliste einen einfachen Leitfaden bieten die gröbsten Fehler schnell zu entdecken. Scheuen Sie sich nicht bei uns vorbei zu schauen. Wir erklären Ihnen gerne, worauf Sie achten sollen.
1. Bereifung
- ausreichendes Profil
- tiefe Schnitte / Risse im Gummi
- Splitter
- Luftdruck
2. Laufräder
- Rundlauf des Vorder- und Hinterrades
- Zustand der Felgenflanken
- Speichenspannung
3. Bremsen
- Bremsbeläge verschlissen
- Montage der Bremsbeläge
- Zustand der Bremszüge und der Hüllen
4. Licht
- Funktion von Front- und Rückleuchte
- Sitz und Lauf des Dynamos
- Pedal-, Front- und Rückreflektor
- Speichenreflektor oder reflektierende Bereifung
5. Antrieb
- Kette geölt und sauber
- Schalthebel gängig und eingestellt
- Kettenblätter und Zahnkränze sauber
6. Sonstige Arbeiten und Anbauten
Nochmal ein paar Details:
1. Bereifung
Prüfen Sie zunächst den Zustand der Bereifung.
Ein ausgeprägtes Profil ist ein guter Indikator, dass der Protektor des Reifens noch dick genug ist, um Sie vor Plattfüssen zu schützen.
Ist der Reifengummi noch ausreichend elastisch oder spröde und rissig? Suchen Sie die Reifen nach Splittern und grösseren Schnitten ab.
An der Reifenflanke darf das Gewebe nicht beschädigt sein.
Ist das Ventil fest eingeschraubt?
Pumpen Sie nun die Bereifung richtig kräftig auf. Den empfohlenen Druck kann man auf der Reifenflanke in der Regel nachlesen, vielleicht haben Sie ja eine Pumpe mit Manometer.
Mit einer normalen Handpumpe haben Sie den erforderlichen Druck (ca. 5bar) für ein Stadt- oder Trekkingrad erreicht, wenn Sie sich ordentlich anstrengen müssen.
Sollte der Reifen während des weiteren Checks Druck verlieren, müssen Sie wahrscheinlich den Schlauch reparieren oder wechseln.
2. Laufräder
Lassen Sie die frisch aufgepumpten Räder rotieren. Laufen Sie ordentlich rund?
Bei eiernden Laufrädern prüfen Sie genau, ob vielleicht der Reifen nicht richtig auf der Felge sitzt oder beschädigt ist und ausbeult.
Eiernde Felgen lassen sich am besten erkennen, wenn Sie während des Rotierens Ihren Blick auf einen schmalen Spalt (z.B. zwischen Bremsklotz und Felge) richten.
Ein seitlicher Ausschlag der Felge von +/- 1mm ist OK, sollte aber bald zentriert werden, Ausschläge von mehr als 2mm müssen unbedingt behoben werden.
Lassen Sie Ihre Hände mal über die Speichen gleiten, ist eine besonders lose?
Wenn Sie eine Felgenbremse haben, schauen Sie sich nun die Felgenflanke mal an. Eine konkave Felgenflanke deutet auf eine durchgebremste Felge hin. Solche Felgen können während der Fahrt reissen.
Wackeln Sie seitlich an den Laufrädern, entdecken Sie dabei Spiel in den Lagern der Radnaben?
3. Bremsen
Haben Ihre Bremsklötze noch ausreichend Belag? Dies ist an Hand der Verschleissmarken der Bremsklötze (aufgeprägte Linien oder Einkerbungen im Bremsgummi) leicht zu erkennen.
Diese Verschleissmarke darf an keiner Stelle unterschritten werden, sonst bremsen Sie mit dem im Bremsgummi liegenden Metallschienen. Ihre Felge würde dadurch in kürzester Zeit zerstört.
Ziehen Sie den Bremsgriff. Prüfen Sie dabei, ob die Bremsklötze sauber auf der Felgenflanke aufsetzen. Falsch sitzende Bremsklötze können den Reifen beschädigen oder in die Speichen geraten.
Wenn Sie an den Bremszügen einzelne gerissene Drähte entdecken, besonders am Bremshebel und an der Zugklemmung prüfen, brauchen Sie unbedingt einen neuen Zug.
Simulieren Sie eine Vollbremsung im Stand, ziehen Sie mit aller Kraft an den Bremshebeln. Die Züge müssen das aushalten.
4. Licht
Schalten Sie den Dynamo ein und prüfen Sie die korrekte Montage. Die Laufrolle sollte genau in Laufrichtung der Bereifung ausgerichtet sein.
Die Längsachse des Dynamos zeigt dabei genau auf die Achse des Laufrades.
Nun prüfen Sie die Funktion der Lichter, die ordentliche Montage der Stromkabel und aller Reflektoren am Rad. (siehe dazu auch die StVZO)
5. Antrieb
Reinigen Sie Kette, Ritzel und Kettenblatt und bei einer Kettenschaltung Schaltwerk und Umwerfer. Dazu reicht in der Regel ein Lappen, vielleicht mit etwas Entfetter, und eine kleine Drahtbürste.
Ölen Sie die Kette danach wieder sparsam. Den Verschleiss der Kette prüfen wir kostenlos bei Ihrem nächsten Besuch.
Bei den Schaltzügen suchen Sie - genau wie bei den Bremszügen - nach Beschädigungen.
Ist das Lager der Tretkurbeln spielfrei eingestellt?
Sind die Pedale OK?
Die Funktion der Schaltung prüfen Sie bei der ersten Probefahrt.
6. Sonstige Arbeiten und Anbauten
Rütteln und wackeln Sie an allem was Sie am Rad finden. Spüren Sie locker sitzende Teile und Schrauben auf.
Haben die Reifen noch den gleichen Druck wie zu Beginn des Checks?
Sämtliche Fehler und Mängel sollten behoben sein, bevor Sie sich zur ersten Probefahrt aufmachen!
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